Hypnose und Meditation

– beide Methoden können den Geist ent-stressen und damit die Lebensqualität positiv beeinflussen.
In diesem Artikel erfährst du, was die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Hypnose und Meditation sind
und in welchem Fall Hypnose und Meditation das Gleiche ist.

Ziele von Hypnose und Meditation

In diesem Artikel möchte ich dir kurz und knapp die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Hypnose und Meditation näher bringen. Vorab kann ich dir schon sagen, dass die Grenzen sehr fließend sind. Es gibt viele Gemeinsamkeiten – aber doch an verscheidenen Stellen auch entscheidende Unterschiede. Wenn du noch Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel hast, schreibe mir das gern in den Kommentaren unter diesem Artikel.

Ziele von Hypnose

Hypnose ist eine Methode, in welcher der Übende gezielt in einen Trancezustand versetzt wird, um dann z.B. vor dort aus das Unterbewusstsein für ein bestimmtes Ziel zu programmieren. Die hypnotische Trance ist ein tief entspannter Wachzustand – man schläft also nicht. In so einer hypnotischen Trance macht man sich die heilende Wirkung von positiven Suggestionen zu Nutze. Der bewusste Verstand tritt etwas in den Hintergrund (und ruht sich aus) und Suggestionen/Affirmationen zu einem vorher besprochenen Ziel können gut aufgenommen werden. In diesem Zustand können Hypnotiseur und Hypnotisierte auch miteinander sprechen. Die in einer Hypnose gegebenen Suggestionen dienen einer bestimmten, vorher festgelegten Zielerreichung:

  • Im therapeutischen Sinnen können solche Ziele z.B. Schmerz – und Angstfreiheit sein.
  • In Bezug auf Persönlichkeitsentwicklung lassen sich Menschen hypnotisieren, um z.B. selbstbewusster zu werden oder eine neue Gewohnheit zu etablieren.

Im Coaching kommt Hypnose also mehr für die Zielerreichung und Persönlichkeitsentwicklung zum Tragen und im therapeutischen Bereich wird es gern von Ärzten, Heilpraktikern oder auch Psychotherapeuten für körperliche und psychische Gesundheit angewendet. Die Grenzen sind hier fließend.

Selbsthypnose = Wenn eine Person beide Positionen (also Hypnotiseur und Hypnotisierte) übernimmt, nennt man das Selbsthypnose.

Jeder von uns – auch du – kommt übrigens jeden Tag mehrmals in hypnotische Zuständen. Da gibt es z.B. die Momente kurz vor dem Einschlafen und kurz nach dem Aufwachen oder Momente im Alltag, in denen du intensiv in etwas vertieft bist z.B. ein spannendes Buch liest oder malst oder wenn du sehr emotional bist bei einem Fußballspiel (das ist dann eine „Up Trance“ im Gegensatz zur „Down-Trance“ in einer therapeutischen Sitzung).

Ziele von Meditation

Das ursprüngliche Ziel von Meditation ist die Erleuchtung. Durch Ausschalten der Wahrnehmung über die 5 Sinne sollte eine universelle Vereinigung (die Wahrnehmung von „EINS SEIN„) erreicht werden. Der Meditierende möchte still werden und sich in der Versenkung von allen Gedanken und Gefühlen befreien. Dann tritt ein Zustand von umfassenden inneren Frieden ein.

Das Bewusstsein ist mit allem Eins. Das ist Meditation.

Meditation hat eine Jahrtausende lange Tradition und ist verwoben mit östlichen Religionen wie Hinduismus und Buddhismus. Meditation ist ein Mosaikstein in der Lebensphilosophie von Yoga. Früher diente Meditation hauptsächlich der spirituellen Weiterentwicklung und dem Erreichen der Erleuchtung. Aber Zeiten ändern sich: Heute wird Mediation häufig praktiziert, um sich zu entspannen oder den Geist auf bestimmte Gedanken zu lenken. Um genau zu sein, sind viele Meditationsangebote nicht mehr traditionell ausgelegt. Es fand eine Weiterentwicklung statt und es gibt viele verschiedene Methoden, um zu meditatieren.

Achtsamkeitsmeditation für den Alltag

Hier habe ich eine Achtsamkeitsmeditation für dich auf meinem YouTube-Kanal. Nimm dir dafür 20-25 min Zeit: Mache es dir bequem, so dass du gemütlich in einer aufrechten Körperhaltungen für die Zeit dieser geführten Achtsamkeitsmeditation sitzenbleiben kannst. Schließe deine Augen und lasse meine Worte sanft weiter wirken. Ruhe dich aus – Gedanken dürfen kommen und gehen. Komme mit dir in Kontakt. Deine Atmung hilft dir bei der Entspannung. Die sitzt einfach friedlich und gelassen und bist achtsam. Jeder Moment ist vollständig. Das Wesentliche findet immer JETZT statt. Du bist in deinem Leben präsent. Empfange das Leben so wie es ist. Wenn du noch tiefer einsteigen möchtest: Hier kommst du zu meinem Achtsamkeits-Onlinekurs.

Hypnose und Meditation haben unterschiedliche Intentionen.

Die ganz klassische Meditation mit dem Ziel der Erleuchtung ist etwas komplett anderes als Hypnose.

Hypnose und Meditation sind nicht dasselbe

Hypnose und traditionelle Meditation sind nicht dasselbe, da sie anders ausgeführt werden und vor alle, weil sie andere Ziele verfolgen. Vereinfacht gesagt:

  • Hypnose fokussiert Gedanken auf ein Ziel, das man erreichen möchte. In der Hypnose können die Gedanken auch mal abwandern – man kann seinen eigenen Gedanken nachgehen, die Suggestionen wirken trotzdem.
  • In der klassischen Meditation dagegen macht man sich von allen Gedanken frei und versinkt in einen Zustand, in welchem man alles als Eins empfindet. In diesem Zustand können sich die Gefühle für Raum und Zeit auflösen.

Doch wann ist Hypnose und Meditation das Gleiche?

Wann Hypnose und Meditation dasselbe ist

Meditation und Konzentration

Konzentration ist ein Weg in der Meditation und wird benutzt, um in den meditativen Zustand zu kommen, z.B. kannst du deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem oder auf eine Kerzenflamme richten. Wenn deine Gedanken abdriften, holst du deine Aufmerksamkeit immer wieder auf den Atem oder die Flamme zurück. Wenn du das lange genug übst, kannst du in den Zustand von Meditation übergehen.
Der Akt der Konzentration ist dabei nicht die Meditation. Konzentration zu üben, kann aber in einen Zustand von Meditation (das Gefühl von All-Eins-Sein) führen. Sich zu konzentrieren ist nur das Vehicle, um in den Zustand von Meditation zu kommen.

Konzentration auf ein Ziel in geführten Meditationen

Viele verwechseln dabei eben Meditation mit Konzentration. Das ist auch bei geführten Meditationen der Fall. In geführten Meditationen konzentriert man sich auf einen Text, z.B. eine Phantasiereise oder Affirmationen. Das Ziel ist heutzutage aber meist nicht mehr zur Erleuchtung zu kommen oder sich dabei mit allem Eins zu fühlen, sondern es geht z.B. darum,  entspannter zu sein oder ein persönliches Ziel zu erreichen, z.B. sich mehr zu vertrauen. Wenn wir das mal ganz genau nehmen, dann ist eine geführte Meditation mit dem Ziel der Entspannung eine HYPNOSE.

Eine geführte Mediation hat sehr viele Gemeinsamkeiten mit Hypnose:

In einer geführten Meditation als auch in einer Hypnosesitzung wird der Übende in einen entspannten Trancezustand gebracht und fokussiert anschließend seine Aufmerksamkeit auf positive Suggestionen, die auf ein bestimmtes Ziel abzielen. Da gibt es geführte Meditationen als auch Hypnosen für:

  • mehr Selbstliebe
  • Selbstbewusstsein stärken
  • Ängste bewältigen
  • zum Einschlafen
  • zum Abnehmen
  • zur Förderung der Intuition
  • für mehr Achtsamkeit

Und jetzt kommt´s:

JEDE geführte Meditatione ist damit im Prinzip eine Hypnose.

Geführte Mediation ist Hypnose

Hypnose bedeutet kurz gesagt: Es wird ein Trancezustand hergestellt, indem Suggestionen gegeben werden, die ein bestimmtes Ziel haben. Es gibt eine Hinführung in einen entspannten Zustand (Trance) und am Ende gibt es eine Anleitung, um den Teilnehmenden wieder in einen wachen Zustand zu bringen. Genau dasselbe passiert in einer geführten Meditation.

Warum verkaufen Menschen Hypnosen als geführte Meditationen?

Ich erlebe es immer wieder, dass Menschen eine skeptische Vorsicht zeigen, wenn es um Hypnose geht. Ich kann mir vorstellen, dass es damit zu tun hat, dass Hypnose in der Geschichte missbraucht wurde und sich diverse Horrorgeschichten in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben. Beispielsweise hat jeder sicher schon einmal in Aussschnitten aus einer Hypnose-Show gesehen, wie Menschen unter Hypnose gegen ihren Willen Dinge tut, die sie im normalen Leben niemals tun würde, wie z.B. sich wie ein Affe zu verhalten. Auch wird es in Spielfilem oft so dargestellt, als würde man in der Hypnose sich selbst vergessen, und dann wie unter Bann den Präsidenten ermorden oder mit dem Therapeuten schlafen. Menschen können dann vom Kopf her wissen, dass das in der Realität ganz anders ist, aber diese Überzeugung muss sich auch emotional setzen, damit ein Menschen sich auf Hypnose einlässt.

In Bezug auf Hypnose haben die einen Angst davor, ihren freien Willen zu verlieren – und die anderen glauben nicht an die Wirkung von Hypnose.

Vor einer geführten Meditation dagegen hat niemand Angst – ganz im Gegenteil: Die Motivation zu meditieren findet man in jeder Frauen- und Gesundheitszeitung. Dazu wurde die Wirkung von Meditation sogar mehrfach wissenschaftlich bestätigt – deshalb verkaufen sich geführte Meditationen vielleicht einfacher, als Hypnosen.

Und an alle, die in meinen Yoga oder Pilates Kursen mitmachen:

Ihr kommt alle in den Genuss von Kurzhypnosen – jedes Mal ? Ich verwende während der Anfangs- und End-Entspannung hypnotische Sprachmuster und positive Suggestionen.

Hier noch einmal in kurzer Zusammenfassung die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Hypnose und Meditation:

Unterschiede von Hypnose und Meditation

Meditation ist sehr generell – du klärst deinen Geist und kommst in einen schönen Zustand. Es geht ja darum, sich von allem frei zu machen. Klassische Meditation ist ein entspannter, stiller, leerer Zustand. Meditiert wird meist im stillen Sitzen. Meditation zu üben kann phasenweise langwierig und langweilig werden, denn es ist für viele gar nicht so einfach, ihren Geist zu leeren und Gedanken-frei zu werden. Auch passiert ja erst einmal nichts, wenn wir mit der Meditation beginnen. Viele Menschen sind sehr gestresst und es fällt ihnen nicht leicht, einen so „leeren“ Zustand auszuhalten.

Hypnose ist sehr spezifisch, du kannst an einer konkreten Sache arbeiten. Dazu entspannst du Körper, Geist und Seele und nimmst positive Affirmationen auf. Hypnose kann ein entspannter, stiller, leerer Zustand sein – oder auch ein emotional intensiver Zustand. Du kannst dabei weiter denken – deine Gedanken werden von den Suggestionen geleitet und du kannst anhand dessen auch visualisieren. In der Hypnose kannst du sozusagen deiner Phantasie freien Lauf lassen und bist beschäftigt. Du kannst dabei gemütlich liegen oder sitzen und dich auch jederzeit bewegen.

Gemeinsamkeiten von Hypnose und Mediation

  • Hypnose als auch Meditation arbeiten mit Trancezuständen und können uns entspannen
  • Beide Methoden können zur persönlichen Entwicklung beitragen
  • Sie können beide unbewusste Glaubensmuster auflösen
  • Beides wirkt auch in andere Lebensbereiche hinein. Je mehr du es lernst, deine Gedanken in der Meditation zu beruhigen und je öfter du positive Suggestionen in der Hypnose aufnnimmst, desto mehr wirkt das gleichzeitig in andere Lebensbereiche hinein. So lernst du es im Alltag gelassener zu bleiben und deinen Gewohnheiten zu verändern.

Was ist besser: Hypnose oder Meditation?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Im Endeffekt ist es eine Frage deiner Vorlieben, was du im Moment erreichen möchtest oder womit du besser zurechtkommst. Auch wichtig, oder sogar noch wichtiger als die Methode (Meditation oder Hypnose) ist, dass du mit dem Menschen, zu dem du gehst, zusammenpasst. Du musst die Art, die Ansatzweise und ganz wichtig auch die Stimme mögen. Da kann eine geführte Meditation noch so schön ausgearbeitet sein, wenn du die Stimme des Sprechers/der Sprecherin nicht magst, wirst du dich nicht gut entspannen können – und sie dir deshalb auch nicht anhören. Magst du meine Stimme? Dann höre dir auch gern noch diese Yoga Nidra Meditation von mir an.

Yoga Nidra

Yoga Nidra ist eine Meditationsform, die dir körperliche, geistige und seelische Entspannung bringt. Du kannst im Yoga Nidra einen schlafähnlichen Zustand erreichen, in welchem du wach bleibst. In Yoga Nidra erlauben wir uns, bei klarem Bewusstsein tief zu entspannen. Du übst mit dieser geführten Meditation deine Achtsamkeit, bewusstes Atmen und das Loslassen von Gedanken.  Wenn du noch etwas mehr dazu lernen möchten: Hier kommst du zum Yoga Nidra Online Kurs mit weiteren wichtigen Informationen

Aber zurück zur Frage: Was ist besser. Hypnose oder Meditation?
Am besten probierst du Hypnose/geführte Meditationen UND klassische Meditation aus und kombinierst es so, wie es dir gut tut. Vielleicht tut es dir mal gut, einfach an nichts zu denken, dich innerlich ganz frei zu machen und dich mit dem Universum verbunden zu fühlen – und ein anderes Mal möchtest du dich persönlich weiterentwickeln und nutzt eine geführte Meditation oder Hypnose gezielt dafür, strukturierter zu arbeiten oder deine Talente mehr zu nutzen. Wie auch immer: Mach es auf deine Weise, so dass du dich damit gutfühlst.

Nicole

Namaste

Nicole Quast-Prell

Coach, Autorin, Pilates- & Yoga- Lehrerin und Ausbilderin/Referentin, Künstlerin

  • Lösungsorientierte Beratung und Einzelaufstellungen
  • Mentales Training & Geführte Meditationen
  • Hypnose & Affirmationen

Nicole Quast-Prell

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