Was ist der Unterschied zwischen Hypnose und Meditation? Und wann sind sie dasselbe?


Hypnose und Meditation

– beide Methoden können den Geist ent-stressen und damit die Lebensqualität positiv beeinflussen.
In diesem Artikel erfährst du, was die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Hypnose und Meditation sind
und in welchem Fall Hypnose und Meditation das Gleiche ist.

Ziele von Hypnose und Meditation

Ziele von Hypnose

Hypnose ist eine Methode, in welcher der Übende gezielt in einen Trancezustand versetzt wird. Die hypnotische Trance ist ein tief entspannter Wachzustand – man schläft also nicht. In der Hypnose macht man sich die heilende Wirkung von positiven Suggestionen zu Nutze. Der bewusste Verstand tritt etwas in den Hintergrund und Suggestionen/Affirmationen zu einem vorher besprochenen Ziel können gut aufgenommen werden. In diesem Zustand können Hypnotiseur und Hypnotisierte auch miteinander sprechen. Die in einer Hypnose gegebenen Suggestionen dienen einer bestimmten, vorher festgelegten Zielerreichung. Im therapeutischen Sinnen können Ziele z.B. Schmerz – und Angstfreiheit sein, in Bezug auf Persönlichkeitsentwicklung lassen sich Menschen hypnotisieren, um z.B. selbstbewusster zu werden oder eine neue Gewohnheit zu etablieren.

Hypnose wird von Coaches für die Zielerreichung und Persönlichkeitsentwicklung oder therapeutisch von Ärzten und Psychotherapeuten angewendet.
Wenn eine Person beide Positionen (also Hypnotiseur und Hypnotisierte) übernimmt, nennt man das Selbsthypnose.

Du kommst übrigens jeden Tag mehrmals in hypnotische Zuständen: kurz vor dem Einschlafen und kurz nach dem Aufwachen, wenn du intensiv in etwas vertieft bist z.B. ein spannendes Buch liest oder malst oder wenn du sehr emotional bist bei einem Fußballspiel (das ist dann eine „Up Trance“ im Gegensatz zur „Down-Trance“ in einer therapeutischen Sitzung).

Ziele von Meditation

Das ursprüngliche Ziel von Mediation war die Erleuchtung. Durch Ausschalten der Wahrnehmung über die 5 Sinne sollte eine universelle Vereinigung erreicht werden. Der Meditierende möchte still werden und sich in der Versenkung von allen Gedanken und Gefühlen befreien. Dann tritt ein Zustand von umfassenden inneren Frieden ein. Das Bewusstsein ist mit allem Eins. Das ist Meditation.

Meditation hat eine Jahrtausende lange Tradition und ist verwoben mit östlichen Religionen wie Hinduismus und Buddhismus und ist ein Mosaikstein in der Lebensphilosophie von Yoga. Früher diente Meditation hauptsächlich der spirituellen Weiterentwicklung. Heute wird Mediation häufig praktiziert, um sich zu entspannen oder den Geist auf bestimmte Gedanken zu lenken.

Hypnose und Meditation haben unterschiedliche Intentionen.

Meditation ist demnach etwas komplett anderes als Hypnose.

Hypnose und Mediation sind nicht dasselbe

Hypnose und Meditation sind nicht dasselbe, da sie anders ausgeführt werden und andere Ziele verfolgen:
Hypnose fokussiert Gedanken auf ein Ziel, das man erreichen möchte. In der Hypnose können die Gedanken auch mal abwandern – man kann seinen eigenen Gedanken nachgehen, die Suggestionen wirken trotzdem.
In der Meditation macht man sich dagegen von allen Gedanken frei und versinkt in einen Zustand, in welchem man alles als Eins empfindet und wo Gefühle für Raum und Zeit sich auflösen.

Doch wann ist Hypnose und Meditation das Gleiche?

Wann Hypnose und Meditation dasselbe ist

Meditation und Konzentration

Konzentration wird benutzt, um in Mediation zu kommen, z.B. kannst du deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem oder auf eine Kerzenflamme richten. Wenn deine Gedanken abdriften, holst du deine Aufmerksamkeit immer wieder auf den Atem oder die Flamme zurück. Wenn du das lange genug übst, kannst du in den Zustand von Meditation übergehen.
Der Akt der Konzentration ist dabei nicht Mediation, sondern es ist praktisch nur das Vehicle, um dorthin zu kommen.

Konzentration auf ein Ziel in geführten Meditationen

Viele verwechseln Mediation mit Konzentration. Das ist auch bei geführten Meditationen der Fall. Eine geführte Mediation hat sehr viele Gemeinsamkeiten mit Hypnose:
Der Übende wird in einen entspannten Trancezustand gebracht und fokussiert anschließend seine Aufmerksamkeit auf positive Suggestionen, die auf ein bestimmtes Ziel abzielen. Da gibt es geführte Meditationen für:

  • mehr Selbstliebe
  • zum Einschlafen
  • zum Abnehmen
  • zur Förderung der Intuition

Und jetzt kommt´s:

Alle geführten Meditationen sind damit im Prinzip Hypnosen.

Geführte Mediation ist Hypnose

Es wird ein Trancezustand hergestellt, indem Suggestionen gegeben werden, die ein bestimmtes Ziel haben.

Warum verkaufen Menschen Hypnosen als geführte Meditationen?

Ich erlebe es immer wieder, dass Menschen eine skeptische Vorsicht zeigen, wenn es um Hypnose geht. Ich denke, dass Hypnose in der Geschichte missbraucht wurde und sich diverse Horrorgeschichten in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben, dass man unter Hypnose gegen seinen Willen Dinge tut, die man nie tun würde, wie z.B. den Präsidenten zu ermorden oder mit dem Therapeuten zu schlafen.

Die einen haben Angst davor, ihren freien Willen zu verlieren und die anderen glauben nicht an die Wirkung von Hypnose.

Vor einer geführten Meditation dagegen hat niemand Angst und die Wirkung von Meditation wurde mehrfach wissenschaftlich bestätigt – deshalb verkaufen sich geführte Meditationen vielleicht einfacher, als Hypnosen.

Und an alle, die in meinen Yoga oder Pilates Kursen mitmachen:

Ihr kommt alle in den Genuss von Kurzhypnosen – jedes Mal 😉 Ich verwende während der Anfangs- und End-Entspannung hypnotische Sprachmuster und positive Suggestionen.

Was ist besser: Hypnose oder Meditation?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Im Endeffekt ist es eine Frage deiner Vorlieben, was du im Moment erreichen möchtest oder womit du besser zurechtkommst. Hier noch mal in Zusammenfassung die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Hypnose und Meditation:

Unterschiede von Hypnose und Meditation

Meditation zu üben kann phasenweise langwierig und langweilig werden – es passiert ja erst einmal nichts. Meditation ist sehr generell – du klärst deinen Geist und kommst in einen schönen Zustand. Meditation ist ein entspannter, stiller, leerer Zustand. Meditiert wird meist im stillen Sitzen.
Hypnose ist sehr spezifisch, du kannst an einer konkreten Sache arbeiten. Dazu entspannst du Körper, Geist und Seele und nimmst positive Affirmationen auf. Hypnose kann ein entspannter, stiller, leerer Zustand sein – oder auch ein emotional intensiver Zustand. Du kannst dabei weiter denken – deine Gedanken werden von den Suggestionen geleitet und du kannst anhand dessen auch visualisieren. In der Hypnose kannst du sozusagen deiner Phantasie freien Lauf lassen und bist beschäftigt. Du kannst dabei gemütlich liegen oder sitzen und dich auch jederzeit bewegen.

Gemeinsamkeiten von Hypnose und Mediation

  • Beide können uns entspannen
  • Beide können zur persönlichen Entwicklung beitragen
  • Beide können unbewusste Glaubensmuster auflösen
  • Beides wirkt auch in andere Lebensbereiche. Je mehr du es lernst, deine Gedanken zu beruhigen, desto mehr wirkt das auch in andere Lebensbereiche. So lernst du es auch im Alltag gelassener zu bleiben.

Am besten probierst du Hypnose UND Meditation aus und kombinierst es so, wie es dir gut tut.

Nicole

Namaste

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